Bisherige Veranstaltungen

Neben der Herausgabe des Jahrbuchs veranstaltet die Hambach-Gesellschaft eine Reihe von öffentlichen Vorträgen, Aufführungen und Podiumsdiskussionen. Damit Sie sich ein Bild über die Vielseitigkeit unserer Arbeit machen können, führen wir hier eine Reihe von vergangenen Veranstaltungen auf:

Sonntag, 28.5.2017 fand das Hambacher Freiheitsfest auf dem Hambacher Schloss statt. Das Programm finden Sie hier. Die Festrede des Vorsitzenden der Hambach-Gesellschaft Prof. Dr. Wilhelm Kreutz finden Sie hier auf der Seite der Landeszentrale Politische Bildung Rheinland-Pfalz.

Dienstag, 25.4.2017 (in Zusammenarbeit mit dem Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz): “Die Pfalz im Königreich Bayern, 1816-1918″, Vortrag von Prof. Dr. Karsten Ruppert. Den Flyer mit weiteren Informationen zu Vortragendem und Vortrag finden Sie hier.

Freitag, 18.11.2016, 19.00 Uhr: Wir möchten Sie gerne auf eine Podiumsdiskussion im Hambacher Schloss aufmerksam machen, auf der auch der Vorsitzende der Hambach-Gesellschaft Prof. Wilhelm Kreutz auftreten wird. Zusammen mit Dr. Bernd Braun (Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Gedenkstätte) und Prof. Michael Dreyer (Vorsitzender des Weimarer Republik e. V.) wird er in Anlass des 100. Geburtstags der Weimarer Republik über folgendes Thema sprechen:

“Vom Hambacher Fest zur Weimarer Nationalversammlung: Traditionslinien in der deutschen Demokratiegeschichte”

Den Flyer zur Veranstaltung mit weiteren Informationen können Sie hier herunterladen.

12.10.2016, 18.30 Uhr: Dr. Daniel Nagel spricht über Sklaverei und Ausländerfeindlichkeit. Die Achtundvierziger in den US-Amerikanischen Präsidentschaftswahlkämpfen von 1856 und 1860 / Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz, Pfälzische Landesbibliothek, Otto-Mayer-Str. 9, 67346 Speyer

18.5.2016, 19.00–20.00 Uhr: Privatdozent Dr. habil. Henning Türk spricht über ”Bismarck ist bei uns ungemein verhasst” – Ludwig Andreas Jordan und die Pfälzer Liberalen auf dem Weg zur kleindeutschen Reichsgründung zwischen 1849 und 1871 / Weingut Bassermann-Jordan Deidesheim (Kirchgasse 10), dort anschließend Kellerführung und Weinprobe (Unkostenbeitrag 15 Euro, der der Hambach-Gesellschaft zugutekommt).

Im Juni 1849 bereiteten die preußischen Truppen dem Pfälzer Aufstand ein hartes Ende. Spätestens seit dieser Demonstration des preußischen Militarismus war Preußen bei den meisten Pfälzer Demokraten und Liberalen verhasst. Die ablehnende Haltung wurde noch durch die Berufung Otto von Bismarcks zum preußischen Ministerpräsidenten 1862 verstärkt, den man als skrupellosen Junker wahrnahm. Doch bei den ersten allgemeinen Wahlen, den Wahlen zum Zollparlament 1868, siegten die preußenfreundlichen Pfälzer Nationalliberalen mit deutlicher Mehrheit. Was war in der Zwischenzeit geschehen? Warum hatte sich das Bild der linken Pfälzer von Preußen und Bismarck so stark gewandelt, dass sie Ende der 1860er Jahre in Preußen nicht mehr ihren Feind sahen, sondern ihre Hoffnung? Diesen Fragen möchte der Vortrag anhand des nationalliberalen Deidesheimer Weingutsbesitzers Ludwig Andreas Jordan (1811–1883) nachgehen, der über lange Jahre die Pfalz als Abgeordneter im Reichstag vertrat. Dabei wird deutlich, welche entscheidende Rolle der deutsch-deutsche Krieg von 1866 für das veränderte Preußenbild spielte.

Zum Vortragenden: Dr. habil. Henning Türk ist Privatdozent an der Universität Duisburg-Essen und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Seine Habilitationsschrift über den Weingutsbesitzer Ludwig Andreas Jordan wurde im letzten Jahr mit dem Wolf Erich Kellner-Gedächtnispreis der Friedrich Naumann-Stiftung ausgezeichnet und wird im Herbst als Buch erscheinen.

Mittwoch, 17. Februar 2016, 19.30 Uhr
Verfassungsfeier des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold auf dem Hambacher Schloss am 8. und 9. August 1925
Dr. Jörg Kreutz (Kreisarchiv des Rhein-Neckar-Kreises)
Stiftung für pfälzische Geschichtsforschung, Heinestraße 3, Neustadt

Die Feier gilt als eigentliche Geburtsstunde der pfälzischen Reichsbannerorganisation. Ziel dieses durch die drei Parteien der Weimarer Koalition (SPD, Zentrum, DDP) gegründeten „Bundes Deutscher Kriegsteilnehmer und Republikaner“ war es, die Weimarer Republik gegen ihre Feinde von rechts und links zu verteidigen.

Nach seinem Studium der Geschichte und Germanistik an der Universität Mannheim und dem Abschluss seiner Ausbildung zum Archivar leitet Herr Dr. Kreutz seit vielen Jahren das Kreisarchiv des Rhein-Neckar-Kreises; seine Dissertation verfasste er über Cosimo Alessandro Collini, den italienischen Aufklärer, den zeitweiligen Sekretär Voltaires und das jahrzehntelange Mitglied der Kurpfälzischen Akademie der Wissenschaften. Daneben hat er zahlreiche Aufsätze zur Geschichte des deutschen Südwestens rechts wie links des Rheins publiziert.

Am 23.09.2015 / 19.00 Uhr sprach Frau Birgit Bublies-Godau (Dortmund) über Jakob Venedey im Dathenushaus (Kanalstraße 6) in Frankenthal.

„Das Fest gab den Deutschen eine Fahne, … die Fahne der Freiheit, die Fahne Deutschlands. … Das Fest sprach den Namen Republik aus und nannte die Zukunft Deutschlands und Europas“.

Der Demokrat Jakob Venedey (1805–1871), seine Sicht auf das Hambacher Fest und sein Kampf für Freiheit und Einheit, für die Menschenrechte und die Völkergemeinschaft auf dem alten Kontinent. Neue politische Betrachtungen und lebensgeschichtliche Beschreibungen nach unbekannten Ego-Dokumenten.

In ihrer Dissertation zu Leben und Werk des Politikers, Schriftstellers und Historikers Jakob Venedey (1805-1871) wird Frau Bublies-Godau die Entstehung und Entwicklung der frühen liberalen und sozialen Demokratie in Deutschland im 19. Jahrhundert zwischen Französischer Revolution und Deutschem Kaiserreich analysieren. In ihrem Vortrag wird sie nicht nur auf die Haft Venedeys in Frankenthal und seine Befreiung aus dem Frankenthaler Gefängnis, sondern vor allem auf ein bisher unbekanntes Tagebuch Jakob Venedeys aus den Jahren um das Hambacher Fest näher eingehen.

Dienstag, 17. Juni 2014, 19.00 Uhr
Die Biene Maja in der Völkerschlacht. Das Kinderbuch erklärt den Krieg.
Vortrag unseres Mitglieds Franz Schmidt
Pfälzische Landesbibliothek, Otto-Mayer-Straße 9, 67346 Speyer

Ausgehend von Waldemar Bonsels 1912 erschienenem Buch „Die Biene Maja und ihre Abenteuer“, das sein Autor ganz harmlos einen „Roman für Kinder“ nannte, obwohl darin auch martialisch Krieg geführt wird, beschäftigt sich der Vortrag vor allem mit der Kinder- und Jugendliteratur im Ersten Weltkrieg. In ihn zogen nicht nur Deutschlands Feldgraue, sondern auch Nesthäkchen und Trotzkopf, Struwwelpeter, Fritzchen, Michel, sein Freund Franzl bzw. Seppl und andere Protagonisten des zeitgenössischen Kinderbuchs. War die offizielle Kriegspropaganda zu Beginn des Krieges insgesamt noch relativ zurückhaltend, galt dies nicht für Verleger und Autoren, die im Kinderzimmer mobil machten. In vielen Kinderbüchern wurden schon sehr früh die Gegner als dumm und feige dargestellt, und die eigenen Taten in einer glorifizierenden Bildsprache und mit entsprechenden Texten gepriesen. Auf manipulative Art und Weise lernten die Kinder die Kriegsteilnehmer in „gut“ und „böse“ zu unterscheiden. Kinderbücher wurden so zu einem wichtigen Instrument der Kriegspropaganda. Dies will der Vortrag in Bild und Wort herausarbeiten. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den deutschen Kinderbüchern, auch wenn das Phänomen in gleicher Weise bei Deutschlands und Österreichs Kriegsgegnern anzutreffen ist.

Franz Schmidt, Studium der Geschichte, Germanistik und Politikwissenschaft in Freiburg, bis zu seiner Pensionierung Lehrer für Deutsch, Geschichte, Sozialkunde und Ethik am Speyer-Kolleg (heute Pfalz-Kolleg), sammelt seit vielen Jahren Kinder- und Jugendbücher. Sammlungsschwerpunkte sind: das politische Kinderbuch des Kaiserreichs, der Weimarer Republik, hier insbesondere proletarische Kinder- und Jugendbücher, des Dritten Reichs, auch antisemitische, der unmittelbaren Nachkriegszeit und der frühen DDR  sowie Bilderbücher des Jugendstils. Der Vortrag stützt sich vor allem auf die eigene Sammlung des Referenten.

Freitag, 09. Mai 2014, 19.00 Uhr
Ausgeplündert und aus der deutschen Wirtschaft vertrieben. „Arisierung“ 1933–1945
Dr. Christiane Fritsche
Stadtarchiv Ludwigshafen, Rottstraße 17, 67017 Ludwigshafen

Die „Arisierung“ gilt heute als eine der gnadenlosesten Raubaktionen an der eigenen Bevölkerung in der deutschen Geschichte. Der Vortrag wird grundsätzlich erläutern, was „Arisierung“ bedeutete, und dabei einen weiten Bogen spannen. Zunächst werden der Begriff „Arisierung“, seine Herkunft und verschiedene Definitionsansätze erklärt. Anschließend stehen fünf Aspekte der „Arisierung“ im Zentrum: die Diskriminierung jüdischer Firmenbesitzer und der Verkauf jüdischer Betriebe in den ersten Jahren nach der „Machtergreifung“, die finanzielle Ausplünderung der deutschen Juden in Form von Reichsfluchtsteuer oder Judenvermögensabgabe, die Verdrängung von jüdischen Ärzten und Rechtsanwälten aus ihren Berufen, der Verkauf von jüdischen Grundstücken, oft an deutsche Kommunen, und schließlich die Versteigerung von jüdischem Hausrat nach den Deportationen Anfang der 1940er Jahre.

Dr. Christiane Fritsche ist selbstständige Historikerin in Düsseldorf. Sie arbeitet u. a. für das Geschichtsbüro Reder, Roeseling & Prüfer in Köln sowie für die Verlage Siedler und Pantheon. Zwischen 2009 und 2012 hat sie an der Universität Mannheim das u.a. von der Stadt Mannheim finanzierte Forschungsprojekt „Arisierung und Wiedergutmachung in Mannheim“ geleitet. Die fast 1.000 Seiten umfassende Studie ist 2013 unter dem Titel „Ausgeplündert, zurückerstattet und entschädigt. Arisierung und Wiedergutmachung in Mannheim“ erschienen und hat in der Region ein breites Medienecho ausgelöst. Sie hat 2003 ihr Magisterstudium (Geschichte und Politik) an der LMU München mit einer Arbeit zum Thema Vergangenheitsbewältigung im Fernsehen abgeschlossen. Ihre Dissertation (International University Bremen und Universität Mannheim) zu westdeutschen Industriemessen und Messebeteiligungen im Kalten Krieg wurde 2008 mit einem Preis ausgezeichnet.

Am 28. und 29. März 2014 fand die von der Hambach-Gesellschaft mitausgerichtete Tagung Wittelsbach, Bayern und die Pfalz: Das letzte Jahrhundert auf Schloss Ludwigshöhe statt. Ausgewiesene Kenner der pfälzischen und bayerischen Geschichte, darunter auch der 2. Vorsitzende der Hambach-Gesellschaft und Organisator der Veranstaltung Prof. Dr. Karsten Ruppert, sprachen und diskutierten über die Bedeutung des Hauses Wittelsbach für die Geschichte der Pfalz. Eine inhaltliche Zusammenfassung sowie das Programm der Tagung finden sich auf den Seiten des fachwissenschaftlichen Internetportals H-Soz-Kult.

Dienstag, den 28. Januar 2014, 19 Uhr
Von Mannheim nach Majdanek : Leben und Wirken des (kur-)pfälzischen Rabbiners Ernst Steckelmacher (1881-1943) – Vortrag von Dr. Wilhelm Kreutz
Haus Catoir, Römerstr. 20, 67098 Bad Dürkheim
Dr. Ernst Steckelmacher war der älteste von drei Söhnen des aus Mähren stammenden und von 1879/80 bis 1920 in Mannheim wirkenden Rabbiners Moritz Steckelmacher. Nach einem Studium der Philosophie und der Rabbinerausbildung übernahm er 1910 das Amt des Distrikts-Rabbiners von Bad Dürkheim, das er bis 1940 (ab 1935 in Ludwigshafen amtierend) bekleidete. Am 22. Oktober 1942 mit seinen saarpfälzischen und badischen Glaubensgenossen nach Gurs deportiert, wurde er am 6. März 1943 nach Majdanek verschleppt und dort ermordet. In den Mittelpunkt des Vortrags sollen zum einen die publizistische und die nach 1933 zunehmend seelsorgerische Tätigkeit Ernst Steckelmachers rücken; zum anderen sollen mit Hilfe einer bislang nicht publizierten Quelle die Deportation nach Gurs und die Verhältnisse im dortigen Lager näher beleuchtet werden.

Prof. Dr. Wilhelm Kreutz unterrichtet am Karl-Friedrich-Gymnasium in Mannheim und lehrt als Privatdozent für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität in Mannheim. Seine zahlreichen Veröffentlichungen befassen sich mit der Geschichte der Kurpfalz, der bayerischen Pfalz, Deutschlands und des Judentums vom 18. bis zum 20. Jahrhundert.

Mittwoch, den 26. Juni 2013, 18.30 – 19.45Uhr
Die Revolutionsregierung von 1848/49 – Vorträge von Dr. Thomas Stockinger und Tobias Hirschmüller
Stadtarchiv, Johannesstr. 22a, 67346 Speyer
Seit Anfang 2012 wird in einem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanziertem Projekt an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt die Rolle der Provisorischen Zentralgewalt in der Revolution von 1848/49 untersucht. Die wenig bekannte Institution mit dem sperrigen Namen war die von den bürgerlichen Revolutionären der Nationalversammlung eingesetzte erste parlamentarische und erste revolutionäre Regierung in Deutschland. Sie hat auch nachdrücklich den Verlauf der Revolution in der Pfalz mitbestimmt. Der Leiter des Projekts,  Professor Karsten Ruppert, wird eine kurze Einführung geben.
1. Vortrag: Ministerien aus dem Nichts: Die Einrichtung der Provisorischen Zentralgewalt 1848 von Dr. Thomas Stockinger: Der Vortrag untersucht, wie und wie weit es der Zentralgewalt gelang, Regierungstätigkeit zu entfalten, indem sie mitten in den revolutionären Turbulenzen funktionierende Behörden errichtete, Personal rekrutierte und für eine ausreichende Finanzierung sorgte.
2. Vortrag: Reichsverweser Erzherzog Johann von Habsburg-Lothringen von Tobias Hirschmüller: Der Reichsverweser ist wohl die einzige Person der Provisorischen Zentralgewalt, die im kollektiven Gedächtnis überlebt hat. Der Vortrag wird untersuchen, wie ein Erzherzog überhaupt zum Repräsentanten einer Revolutionsregierung werden konnte, wie er sein Amt gestaltete und welche Vorstellungen ihn leiteten.

Mittwoch, den 12. Juni 2013, 19 Uhr
Farbenkrieg und ein “garstig Lied” – die Deutschen in ihren Nationalsymbolen
Villa Böhm, Villenstr. 16b, 67433 Neustadt an der Weinstraße

Politikwissenschaftler Peter Reichel und Rezitator Erich Schaffner beschäftigen sich in ihrem aktuellen Programm mit der  Selbstsuche und Selbstdarstellung der Deutschen in Farben und Hymnen. Grundlage ist die neueste Veröffentlichung von Peter Reichel Glanz und Elend deutscher Selbstdarstellung. Nationalsymbole als Spiegelbild einer Nation : über Denkmäler, Bauten, Hymnen, Farben und Feiertage (Okt. 2012). Der Vortrag befasst sich zum einen mit dem Kampf um die deutsche Trikolore und zum anderen mit dem Streit um die Haydn-Hoffmann-Hymne. Selbstverständlich wird sich der Vortrag auch mit dem Hambacher Fest beschäftigen.  Peter Reichel und der Sänger und Rezitator Erich Schaffner tragen die Texte im Wechsel vor. Eingerahmt wird der Abend von insgesamt zwölf Liedern und Gedichten.

Peter Reichel, geb. 1942, emeritierter Professor für Historische Grundlagen der Politik an der Universität Hamburg (1986-2007). Er lebt in Berlin. Sein Arbeitsschwerpunkt ist die politische Kulturgeschichte. Zum einen befasst er sich mit dem politisch-kulturellen Umgang der Bundesrepublik mit der NS-Vergangenheit, zum anderen mit der freiheitlichen Tradition und den Demokratiebewegungen in Deutschland. Zu seinen letzten Veröffentlichungen gehören u.a. Der schöne Schein des Dritten Reiches. Gewalt und Faszination des deutschen Faschismus (zuerst erschienen 1991, Neuaufl. 2006); Schwarz-Rot-Gold. Kleine Geschichte deutscher Nationalsymbole (2005); Robert Blum 1807-1848. Ein deutscher Revolutionär (2007).

Erich Schaffner, geb. 1950, Schauspieler und Rezitator aus Mörfelden. Nach Gastauftritten und Engagements an verschiedenen Theatern (Staatstheater Darmstadt, Schauspiel Frankfurt, Stadttheater Ingolstadt) sowie Arbeiten bei Film und Fernsehen, tritt  er vor allen Dingen mit eigenen Programmen, Solostücken und Rezitationen in ganz Deutschland auf wie z.B. „Die verbrannten Dichter – Gesang und Rezitation“, „Heine: Deutschland – Ein Wintermärchen“. Er arbeitet außerdem als Studiosprecher und Synchronsprecher.

Mittwoch, 29. August 2012, 20 Uhr:
Lesung mit Dr. Christopher Dowe aus der Biographie Matthias Erzberger : Ein Leben für die Demokratie in der Stadtbücherei Neustadt an der Weinstraße.

Zum Inhalt des Buches:
Matthias Erzberger war der einer der wichtigsten deutschen Politiker am Übergang vom obrigkeitsstaatlichen Kaiserreich zur Weimarer Republik. Eine steile politische Karriere führte ihn aus einfachen katholischen Verhältnissen bis hin zur Vizekanzlerschaft. Sein Kampf gegen Missstände in den deutschen Kolonien und sein Einsatz für mehr Rechte des Reichstags führten zu zahllosen Anfeindungen. Seine Unterschrift unter den Waffenstillstand des Ersten Weltkriegs und sein kompromissloses Eintreten für die Weimarer Republik verstärkten den Hass auf diesen Wegbereiter der deutschen Demokratie, der als „meistgehasster“ Politiker der Weimarer Republik 1921 ermordet wurde.

Der Autor:
Dr. Christopher Dowe arbeitet am Haus der Geschichte Baden-Württemberg und ist Kurator der Ausstellung in Erzbergers Geburtshaus in Münsingen-Buttenhausen.

26. 5. 2013: Im Juni finden zwei Veranstaltungen statt. Am Mittwoch, dem 12. Juni 2013 geht es um 19 Uhr in der Villa Böhm um Farbenkrieg und ein “garstig Lied”.   Politikwissenschaftler Peter Reichel und der Sänger und Rezitator Erich Schaffner zeigen auf, wie sich die Deutschen in ihren Nationalsymbolen widerspiegeln.  Am Mittwoch, dem 26. Juni 2013 befassen sich im Stadtarchiv Speyer ab 18.30 Uhr Thomas Stockinger und Tobias Hirschmüller mit der Revolutionsregierung von 1848/49. Einzelheiten zu beiden Veranstaltungen finden Sie hier.

28.3.2012: Wir möchten Sie auf die von uns in Kooperation mit dem Landesarchiv Speyer unter Zusammenarbeit mit der Stiftung “Polnisch-Deutsche Aussöhnung” veranstaltete Ausstellungseröffnung Erinnerung bewahren – Sklaven- und Zwangsarbeiter des Dritten Reiches aus Polen 1939-1945 herzlich einladen! Neben einer Einführung in das Thema von Dr. Walter Rummel wird der Kurator, Jakub Deka, durch die Ausstellung führen. Die Eröffnung findet am 28. März 2012 um 19:00 Uhr im Landesarchiv Speyer – Otto-Mayer-Straße 9 – statt. Weitere Informationen finden Sie hier. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

9.10.2011: 25 Jahre nach der Gründung der Hambach-Gesellschaft ist für den 2. November 2011 findet auf dem Hambacher Schloss um 18 Uhr ein Sektempfang mit anschließendem Vortrag statt. Thema des Referenten Dr. Bernd Braun:  Von Johann Georg August Wirth zu Josef Wirth – Vom Umgang der Deutschen mit ihren demokratischen Vorbildern. Auf den ersten Blick haben Johann Georg August Wirth (1798–1848), der Revolutionär des Vormärz und Hauptredner des Hambacher Festes von 1832, und Joseph Wirth (1879–1956), der führende Zentrumspolitiker und Reichskanzler der Weimarer Republik in den Jahren 1921/22, nur wenig gemeinsam, denn sie waren keine Zeitgenossen und trugen nur rein zufällig den gleichen Nachnamen. Und doch lassen sich viele Berührungspunkte in beiden Lebensläufen feststellen, denn beide Männer waren unbequem, geradlinig, ihrer Zeit oft weit voraus und wurden gerade deshalb von vielen Zeitgenossen geächtet. Dass Propheten im eigenen Land nichts gelten, haben beide zu Lebzeiten exemplarisch erfahren müssen. Aber auch über ihren Tod hinaus gab es erhebliche Defizite in der Erinnerungskultur, die bis heute nachwirken.
Der Eintritt ist frei.

21.9.2011: Sie sind herzlich zur Lesung von Bernt Ture von zur Mühlen eingeladen. Er wird heute seine Biographie über Hoffmann von Fallersleben in der Stadtbücherei Neustadt vorstellen.  Der Eintritt ist frei.

8.5.2011:  Am 8. Juni 2011 wird im Landesbibliothekszentrum Speyer die Wanderausstellung “Die Reichskanzler der Weimarer Republik. Zwölf Lebensläufe in Bildern” eröffnet.

Veranstaltungen bis 2012:

Zu den Rednern gehören nicht nur renomierte Wissenschaftler wie die Professoren Fenske, Grab, Kirchhof und Morsey, sondern auch bekannte Politiker, darunter Erhard Eppler, Heiner Geißler und Hans Koschnick, und mit beispielsweise Alfred Grosser, Ludwig Harig und Jürgen Lodemann auch prominente Autoren.

Besonderen Anklang fanden die Diskussionen in der Reihe “Hambach aktuell”. Themen waren bisher: “Europa”, “Ethik in Politik und Wirtschaft”, “Macht und Ohnmacht der Medien”, “Die Kommerzialisierung des Sports”, “Deutsch-polnische Kommunalpartnerschaften”, “Unsere Arbeitswelt im Wandel”, “Freiheit und Einheit (Rückblick auf 1953 und 1989)”, “Der 20. Juli 1944″ und “Das Grundgesetz und was daraus geworden ist!”